Nonbook-Tipps im Mai

Die Tuchvilla-Trilogie

Hörbuch

Anne Jacobs
Blanvalet, 2018
 

Tuchvilla-Trilogie

Augsburg, Anfang des 20. Jahrhunderts. Marie, ein Waisenmädchen, tritt ihre Stelle als Küchenmagd in der wunderschönen Tuchvilla der Familie Melzer an. Während Marie ihren Platz unter den Dienstboten sucht, sehnt die Herrschaft die winterliche Ballsaison herbei, in der Katharina, die hübsche, jüngste Tochter der Melzers, in die Gesellschaft eingeführt wird.

Die Trilogie begleitet die Erlebnisse der verschiedenen Familienmitglieder und ihren Angestellten über die Jahrzehnte hinweg. Hören oder Lesen und geniessen.


Paula – Mein Leben soll ein Fest sein

Film

Impuls, 2017
ab 12 Jahren

Paula

Paula Becker ist fest entschlossen eine grosse Malerin zu werden. Doch um 1900 ist das kein leichtes Unterfangen – selbst ihr Vater möchte ihr das ausreden. Doch Paula zieht unbeirrt nach Worpswede, die berühmte Künstlerkolonie. Schnell lernt sie dort andere Künstler kennen, darunter Bildhauerin Clara Westhoff, den Dichter Rainer Maria Rilke und schliesslich Otto Modersohn. Paula und Otto kommen sich bald näher und werden zu einer Familie. Doch das gemeinsame Leben als Künstlerpaar gestaltet sich weitaus schwieriger, als die beiden zuerst dachten.

Mit Paula erzählt Regisseur Christian Schwochow das faszinierende Leben einer hochbegabten Künstlerin und radikal modernen Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts – und deren Liebesgeschichte.


Kranichland

Hörbuch

Anja Baumheier
Rowohlt, 2018

Die Groen-Schwestern wachsen in Ost-Berlin der sechziger Jahre auf. Unterschiedlicher könnten die beiden Mädchen nicht sein. Charlotte, die ältere, brennt wie ihr Vater für den Sozialismus. Marlene hingegen, künstlerisch begabt, eckt überall an, und hinterfragt das System der DDR kritisch. Als sie jung verheiratet beschliesst, in den Westen zu fliehen, trifft ihr Vater eine Entscheidung, mit fatalen Folgen, die noch Jahrzehnte später spürbar sind.

Eine packende Familiengeschichte über das geteilte Deutschland und die Mauern in unseren Herzen.


Lina

Film

Praesens SRF, 2016
ab 12 Jahren

Lina ist Anfang 60 und lebt auf einem kleinen, abgeschiedenen Pferdegestüt im Berner Jura. Eines Tages wird sie von ihrem Sohn Daniel aufgesucht. Diesen hat Lina seit seiner Geburt vor über 40 Jahren das erste und letzte Mal gesehen. Sie hatte ihn im Gefängnis geboren, nachdem sie als administrativ Versorgte in die Frauenvollzugsanstalt Hindelbank eingewiesen wurde. Lina erzählt nun zum ersten Mal von ihren Erlebnissen, von ihren Träumen und Hoffnungen und der grossen Liebe zu Daniels Vater Julian.

Lina verkörpert glaubhaft und erschreckend das Schicksal hunderten Frauen in den 60-ern. An den Solothurner Filmtagen gewann das Drama  den "Prix du Public" und Rabea Egg wurde als "Beste Hauptdarstellerin" ausgezeichnet.


Diese und weitere geschichtliche Portraits in der Stadtbibliothek Baden