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Zeitenwende 1979

Das Jahr 1979, das sich aktuell zum vierzigsten Mal jährt, hat sich nicht so stark im kollektiven Gedächtnis eingeprägt wie das Jahr 1989 mit dem Fall der Mauer in Berlin und dem darauffolgenden Ende des Kalten Krieges. Trotzdem bezeichnet Frank Bösch das Jahr 1979 als Zeitenwende, die unsere Welt bis heute massgeblich prägt.

Zeitenwende 1979

Der Historiker und Professor für Europäische Geschichte in Potsdam führt die Leser in seinem eben erschienen Buch gekonnt durch die weltpolitischen Ereignisse von 1979. Der Autor zeigt beispielsweise, wie die Islamische Revolution im Iran den politischen Islam auf die Weltbühne brachte, wie die wirtschaftliche Öffnung Chinas sowohl die Globalisierung als auch Chinas Aufstieg zur Weltmacht beschleunigte oder wie die Wahl von Margaret Thatcher in Grossbritannien das Zeitalter des Neoliberalismus einläutete. Der Papstbesuch in Polen und der sowjetische Einmarsch in Afghanistan verkörpern wichtige Umbrüche im Kalten Krieg.

Nicht zuletzt prägten das AKW-Unglück in Harrisburg (USA) und das Aufkommen grüner Bewegungen und Parteien das Jahr 1979. Damit setzte es eine Weichenstellung, die die Welt heute mehr denn je stark beschäftigt: Erst kürzlich zogen tausende, vornehmlich junge Menschen durch Schweizer und europäische Städte und forderten ein Umdenken in Sachen Klimapolitik. Ein Grund mehr, sich auch im Jahr 2019 mit den Ereignissen aus 1979 zu beschäftigen.

Über den Autor

Frank Bösch (* 25. Oktober 1969 in Lübeck) ist deutscher Historiker, gemeinsam mit Martin Sabrow Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam und Professor  für Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Universität Potsdam.


Buchtipp vom 7. März 2019 in der Rundschau Süd

Ausleihbar in der Stadtbibliothek

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